Das Wesen eines Gebäudes

Es zu erfassen heißt auch, sich ein Bild von den Menschen machen, die es erbaut haben und die es nutzen. Wie in allen von den Menschen hervorgebrachten Künsten, haben sich in der Architektur unterschiedlichste Auffassungen und Stilmittel herausgebildet.

Weiterhin wird deutlich, dass es im Laufe der Besiedlung des Planeten Erde, zu menschenwürdigen Lösungen, als auch zu Verirrungen kommen musste. Das liegt im Wesen des Menschen.

Gute Architekturansätze zu finden, diese zu kultivieren und umzusetzen, bedarf eines umfangreichen Wissens, sehr viel Erfahrung mit dem Material und mit den am Bau Beteiligten, sowie Beratungs- und Aufklärungsarbeit.

Gesichts- und seelenlose "mach-mal-eben-Fertighäuser" einer Mode und der Industrielobby folgend zu produzieren ist vermeidbar.


Das Wesen guter Architektur

Gute Architektur ist nie aufdringlich und weiß sich in bestehende Gefüge einzuordnen, ohne sich unterzuordnen.

Es gibt das naturwüchsig Gute, das baukulturell Wertvolle und zugleich ganz Gewöhnliche. Architektur von ungewohnter Normalität. Man muss sich umsehen.


Heimat

Wenn das Werk jenseits seiner technischen Eigenschaften eine Wertschätzung erfährt, erreicht es uns als sinnliche Botschaft, die außerhalb des Gewöhnlichen steht und Möglichkeit zur Identifikation gibt. Es kann ein Gefühl von Heimat hervorbringen.

Ein Gebäude, daß auch eine geistige und metaphysische Ausstrahlung hat, soll nicht zu einem drohenden Symbol erstarren. Es soll schön und heiter wirken.

Gute Architektur beeindruckt durch sensible Formensprache, angemessene Materialwahl und solide Baukonstruktion.

Räumliche Funktionen und deren Variabilität, Haustechnik, Bauten- und Klimaschutz, sowie die Art der Ausstattung, spielen für die Wertbeständigkeit und Bewirtschaftung eines Bauobjektes als auch die Nutzer eine wichtige Rolle in der Beurteilung.

Die bebaute Umwelt sollte wirksames Hilfsmittel und Vorbild bei der Gesundheitsvorsorge und Bildungsarbeit sein. Wesentlich zum Gedeihen positiver Lebensformen ist ein möglichst störungsfreier Lebensraum.


Monotonie

Eine konsequente Behauptung gegenüber staatlich verordneter Monotonie, Sprachlosigkeit und Umweltzerstörung kann, wie auch in anderen Bereichen im Haus- und Städtebau nur durch die Betroffenen selbst ausgelöst und durch erhöhte Wachsamkeit langfristig gesichert werden.

Die harmonikalen Verhältnisse zwischen dem Menschen und der Natur sind Orientierungsmazsstab einer humanen Architektur. Bauen darf nicht nur nach technisch-ökonomischen Gesichtspunkten bewirtschaftet werden. Unmenschliche Wohn- und Arbeitssituationen müssen wahrgenommen und beseitigt werden.

 

 

 

nach oben

Architektur
Turm