Das Eigenheim

Das Desinteresse an Architektur wird von kaum einem anderen Land im kulturellen Umfeld Europas übertroffen.

Man hat sich an Mittelmäßigkeit gewöhnt, an den Verzicht auf wirkliche Qualität, an gesichtslosen Siedlungsbrei, an banale aufdringliche Verpackungen im DIN-Format, aufgedonnert mit Plastikmüll und Alublech, ...ein bisschen Alpenkitsch.

Bausparblätter und die Häusle-Hersteller entwickeln eine unüberschaubare Zahl von Publikationen. Was dort über den grünen Klee als innovativ, ökologisch und geschmackvoll gepriesen wird, oft mit exzellentem Bildmaterial und sprachlich überzeugend, wird als Maßstab für gute Architektur angesehen.

Vermittelt wird der Allgemeinheit damit ein Bild, das den Träumen der Wirtschaft dient. Steril und abwaschbar.


Bauherrenschutzbund

Eine wachsende Zahl von Bauherren sieht sich der Branche hilflos ausgeliefert.

Im Bereich des Eigenheimbaus hat der nicht zu übersehende Pfusch zur Gründung des Bauherrenschutzbundes geführt.

Diese Situation ist natürlich auch damit begründet, daß Architekten aus der Eigenheimproduktion zum größten Teil hinausgedrängt wurden und als unabhängige Sachwalter des Bauherrn dort nicht mehr zur Verfügung stehen.

Es ist ureigene Aufgabe des Architekten für eine hochwertige Bauausführung zu sorgen.


Baubiologie, ökologische Kompetenz

Ohne Rücksicht auf die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichtes zwischen natürlichen und künstlichen Systemen werden die begrenzten Ressourcen an Energie- und Rohstoffen ausgebeutet und die natürliche Umwelt zerstört.

Staatlich subventioniert, volkswirtschaftlich legitimiert, und fern soziologischer, städtebaulicher und ökologischer Erkenntnisse, wird dieser Prozeß weiter vorangetrieben. Beim Einsatz von Baustoffen ist der gesamte Lebenszyklus von der Rohstoffgewinnung und der Herstellung bis zur Nutzung und Nachnutzung von großer Bedeutung.


Bauprodukte

Das Angebot an Baustoffen und Bauprodukten mit einer unüberschaubaren Menge oft unbekannter Inhaltsstoffe hat sich in den letzten Jahren erheblich erweitert.

Gleichzeitig ist die Angst vor gesundheits-gefährdenden Stoffen gestiegen. Bauherren fordern deshalb mit Recht die Wahl von biologisch und chemisch einwandfreien Bauprodukten, damit Mensch und Gebäude optimal geschützt sind und die Umwelt geschont wird.

Nur eine ganzheitliche Betrachtungsweise kann alle relevanten Gesundheits- und Umweltaspekte berücksichtigen. Hierzu ist umfassende produktunabhängige Beratung und fachgerechte Planung unumgänglich.


Das 3-Liter-Haus

Für eine positive Energiebilanz eines Gebäudes sind nicht nur hohe Wärmedämmeigenschaften entscheidend, sondern auch die Wärmespeicherung. Abgesehen davon, lassen die heutigen Wärmeschutzbestimmungen die hohen Anforderungen des menschlichen Organismus an ein gesundes und angenehmes Raumklima völlig außer acht.


Raumklima

Was nutzen hermetisch abgeschlossene Räume mit niedrigem Energieverbrauch, in denen die Gesundheit in raumklimatischen Grenzsituationen gefährdet ist.

Sinnvoller als jede noch so hoch gepriesene Super-dämmwand, sind Wände, die im Sommer wie im Winter harmonische Energie-gleichgewichte zwischen innen und außen herstellen.

Oft völlig unbeachtet bleiben die erheblich verschlechterten Schalldämmwerte, die durch die Verwendung von wärmedämmenden Kunststoffen auftreten.

Zudem enthalten die meisten, der für Wärme-und Schallschutz-maßnahmen verwendeten synthetischen Produkte hochgiftige chemische Bestandteile sowie lungengängige Microfasern.

Durch Feuchtigkeit können fäulniserregende und damit krankheitsauslösende Mikroorganismen entstehen.

Die Verwendung von mineralischen Faserstoffen ist unverantwortlich. Negative Auswirkungen auf den Menschen durch Langzeitwirkung oder durch Schadstoffabgabe im Brandfall sind längst bekannt.

 

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